Märchenzeit

Märchen und Gedichte für die Seele

Autor: Cornelia Schaepe (Seite 1 von 3)

Das blind date mit dem Schicksal

Foto: Pixabay

Es war einmal ein kleiner Bär. Manchmal wanderte er pfeiffend entlang eines Weges. Ein anderes Mal summte er leise ein Lied vor sich hin. Es kam aber auch vor, dass er stillschweigend und in seine Gedanken versunken seine Wanderung führte. Der kleine Bär trug einen Strohhut auf seinem Kopf, der schon ein paar Löcher hatte. Seine wenigen Habseligkeiten hatte er in ein Bündel gepackt, das er an einen Stock gebunden hatte. Diesen trug er lässig über der Schulter.
Hatte der kleine Bär ausgeschlafen und sein Frühstück gegessen, dann packte in meistens die Wanderlust. Oder auch nicht. Manchmal fand er den Ort, wo er gerade war so schön, dass er noch eine Zeitlang dort verweilen wollte. Oder er hatte sein Lager gerade an einem fischreichen Fluss aufgeschlagen, dann überkam ihn die Freude am Angeln. Wenn er dann abends am Lagerfeuer saß bei gebratenem Fisch und Feuerkartoffeln – ja dann meinte es das Leben wohl sehr gut mit ihm. Satt und zufrieden sah er in die Flammen des Lagerfeuers. Das Knistern und die wohlige Wärme des Feuers waren sehr angenehm und machten ihn schläfrig. Dann machte er sein Nachtlager zurecht und schaute so lange in den Sternenhimmel, bis ihm die Augen zufielen.

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Der Blick für das Wesentliche …

Foto: Pixabay

Es war einmal ein kleiner Gnom. Er wohnte einsam und verlassen in einer Höhle in den Bergen. Niemand wollte ihm freiwillig begegnen, denn er war griesgrämig und sein Herz war kalt. Sobald die Sonne aufging und das Dunkel der Nacht verdrängte, machte er sich auf den Weg.

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Mitten drin im Leben …

Foto: Pixabay

„Mama, was ist eigentlich behindert?!“ Die Frage meiner Tochter ließ mich erstaunt aufhorchen, da ich den Begriff behindert so gut wie nie verwende. Ich mag diesen Ausdruck nicht gerne. Die Umschreibung Menschen mit Handicap oder beeinträchtigte Menschen finde ich viel respektvoller. Für meine Tochter sind diese Bezeichnungen aber unverständlich. Deshalb nenne ich für sie diese Menschen besonders. Besonders, weil sie einer besonderen Aufmerksamkeit, einer besonderen Unterstützung und einer besonderen Betreuung bedürfen. Einfach ein bisschen mehr brauchen, als vielleicht die „Normalbevölkerung“ und sie es trotzdem verdient haben, mitten drin im Leben sein zu dürfen. Mit dem notwendigen Verständnis, der Achtsamkeit und Feinfühligkeit der Mitmenschen kann das auch gut gelingen.
Wie erkläre ich aber nun meiner Tochter den Begriff behindert? Ich überlege und komme zu dem Entschluss, dass ich das wohl am besten mit einer Geschichte kann …
Ich wünsche allen viel Freude beim Lesen. Vielleicht kann der eine oder andere meine Geschichte einmal selbst gebrauchen. Sonst soll sie einfach zum Nachdenken anregen und die Sensibilität für diese besonderen Menschen etwas erhöhen.

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Freunde für immer …

Foto: Pixabay

Die kleine Elfe räkelte und streckte sich bevor sie mit einem zarten Flügelschlag ihr Nachtlager verließ. Sie öffnete die Haustüre, um die frische Morgenluft hereinzulassen. Die Tautropfen glänzten in der frühen Morgensonne und eine sanfte Brise der herben Waldluft strich ihr über das Gesicht. „Was war das für ein wundervoller Start in den neuen Morgen!“, dachte die kleine Elfe.

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Mein erstes Buch …

Endlich ist es soweit … Nun gibt es drei meiner Märchen in Form eines Buches, die liebevoll von Harald Schoßleitner illustriert wurden.

Neugierig geworden?

Mehr erfährst du unter dem Menüpunkt „Mein erstes Buch …“

 

Auf der Suche nach dem großen Glück …

Foto: Pixabay

Es war einmal ein kleiner Wichtel. Nachdenklich hockte er vor seiner Hütte, die neben einer großen Eiche stand. Er stützte seinen Kopf mit beiden Händen ab und starrte ins Leere. Die bunte Blumenwiese vor ihm nahm er nicht wahr. Er hatte auch kein Ohr für das lustige Gezwitscher der Vögel. Die Natur rings um ihn erwachte langsam aus dem Winterschlaf und der Frühling hielt Einzug im Land. Aber auch dafür hatte er keinen Blick. Seine braune Zipfelmütze, die mit weißen Blumen bestickt war, rutschte ihm weit ins Gesicht.

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Um eine Erfahrung reicher …

Foto: Heinz Rieder

(nach einer Idee von Heinz Rieder, Text Cornelia Schäpe)

Es war einmal eine große, starke Bärin. Sie lebte in einer kleinen, aber sehr gemütlichen Höhle am Fuße eines Berges. Gerne saß sie vor ihrer Höhle und lauschte dem tosenden Gebirgsbach, wie er vom Berg in das Tal donnerte. In dem reißenden Fluss konnte man hervorragend Lachse fangen. Auch den nahe gelegenen Wald durchstreifte sie gerne auf der Suche nach Beeren und anderen Köstlichkeiten. Die Bärin wusste auch, wo es leckeren Honig zu holen gab. Kurz gesagt, sie hatte schon viel erlebt und gesehen.

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Angst verlieren heißt neue Wege probieren …

Zeichnung: Pixabay

Es war einmal eine kleine, zarte Elfe. Sie lebte in einem großen Wald, in dessen Mitte sich eine Lichtung mit einem wunderschönen See befand. Liebend gerne flog die Elfe an diesen bezaubernden Ort. Sie setzte sich dann auf den kleinen Steg, tauchte ihre Füße ins Wasser und ließ ihre Seele baumeln. Noch nie hatte sie jemanden an diesem zauberhaften Fleck angetroffen. Warum das wohl so war?

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Was macht das Leben aus?

Foto: Pixabay

Herr JEMAND ist unterwegs. Mitten drin im Lauf des Lebens. Natürlich ist er nicht alleine … Es begleitet ihn der fromme WUNSCH. Herr Jemand hofft die ERFÜLLUNG zu treffen.

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Was ist die Liebe?

Zwischendurch eine kindgerechte und kirchentaugliche Kurzgeschichte über die Liebe … weil ich für die Kindermesse einen Text schreiben durfte …

Nachdenklich sitzt Daniel auf der Sonnenbank unter der alten Eiche. Erst die Frage seiner Oma reißt ihn aus seinen Gedanken. „Worüber grübelst du!?“, will sie wissen.
„Ach!“, seufzt Daniel „Vielleicht kannst du mir erklären, was die Liebe ist. Alle tun so geheimnisvoll und keiner rückt mit der Sprache heraus. Die Liebe muss wohl etwas ganz Besonderes sein!“

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